Manuelle Behandlungsmethoden

Liebscher & Bracht Schmerztherapie (LnB)

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht basiert auf einem neuen Verständnis von Schmerz. Sie wurde von Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht in jahrzehntelanger Forschung und Praxis entwickelt.

Dieses Schmerzverständnis geht davon aus, dass die Mehrzahl der Schmerzen – vor allem im Bereich des Bewegungsapparates – als ein Warnsignal des Körpers und nicht als Ausdruck einer körperlichen Schädigung zu verstehen sind.

Das heißt Schmerzen werden nicht wie bisher vermutet, durch Schädigungen wie Arthrose, Bandscheibenschäden, Verkalkungen oder Entzündungen verursacht, sondern sie sind meist reine Warnschmerzen.

Ursache dieser Schmerzen sind Fehlspannungen unserer Muskulatur, die zu einer Überlastung der Gelenke und der Wirbelsäule führen. Die Folge davon ist drohender Knorpelverschleiß und Bandscheibenschäden, Fehlhaltungen oder Überbeanspruchung von Sehnen und Bändern.

Der Grund für diese Fehlspannungen  unserer Muskulatur ist unsere heutige Sitz- und Bewegungsweise.

Um nun Schäden wie zum Beispiel eine Arthrose zu verhindern, signalisiert der Körper mit dem Warnschmerz, dass bestimmte Belastungen gestoppt werden sollen. Wird dieser Schmerz jedoch mit Arzneimitteln unterdrückt oder dauerhaft ignoriert, so können sich im Laufe der Zeit die Schädigungen einstellen, vor denen der Körper gewarnt hat.

Beseitigt man jedoch die Fehlbelastung, reduziert der Körper die Warnschmerzen in dem Maße, in dem die Warnung abnimmt – unabhängig davon, ob Schädigungen bereits vorhanden sind.

Die schmerztherapeutische Behandlung besteht in einer speziellen Schmerzpunktpressur,  die zu einer Umprogrammierung der muskulären Spannungszustände führt. Darauf genau abgestimmte spezielle Engpassdehnungen, die als Übungen zu Hause durchgeführt werden, unterstützen den Körper, wieder in sein muskeldynamisches Gleichgewicht zu kommen.

Weitere Informationen finden Sie unter
externer Link LnB Painless, die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht.

Osteopathie

In meiner Praxis wende ich auch Techniken der Parietalen Osteopathie an. Zur Worterklärung: lateinisch „paries“ = die Wand, griechisch „osteo“= die Knochen und „pathos“= Schmerz, Leiden, Mitgefühl. Die Osteopathie ist eine Heilmethode, die mit den Händen (manuell) ausgeführt wird. Die Techniken der Parietalen Osteopathie behandeln Blockaden im Stützsystem des Körpers. Zu diesem System gehören die Knochen, Gelenke, Muskeln und ihre bindegewebigen Hüllen, Sehnen und Bänder. Die Osteopathie ist nicht nur eine Behandlungsform für bestimmte Schmerzsyndrome, sondern sie geht - wie auch die chinesische Medizin - von der Einheit von Körper, Seele und Geist aus. Der betroffene Körperteil wird nicht isoliert betrachtet und geistig-seelische Aspekte und die Lebenssituation des Menschen werden berücksichtigt. Darüber hinaus gehört zu den wichtigen Grundprinzipien der Osteopathie, dass der Körper über Selbstheilungskräfte und Selbstregulationsmechanismen verfügt. Diese wirken ungehindert, wenn der Körper in einer guten Balance ist und mögliche Störungen aus eigener Kraft beseitigen kann. Blockaden im Bereich des Stützsystem können aber die Kompensationsfähigkeit des Körpers einschränken. Die Selbstregulationsmechanismen wirken dann nicht optimal. Fehlspannungen in Muskeln und Sehnen, Flüssigkeitsstauungen, Druck auf Nervenstränge oder die Fehlstellung von Knochen können die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers überfordern. Die Folgen sind häufig Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die verschiedenen osteopathischen Behandlungstechniken setzen an diesen Blockaden an und unterstützen die Selbstregulationsmechanismen des Menschen. 

Dorn-Therapie (Wirbelsäulenbehandlung)

Die Dorn-Therapie ist eine Form der manuellen Behandlung für blockierte und verschobene Wirbel und Gelenke.

Mit Hilfe dieser sanften und effektiven Methode werden Wirbel und Gelenke im Zusammenspiel mit gezielten Bewegungen des Patienten wieder in ihre natürliche Lage gebracht. Diese aktive Beteiligung der Patienten führt dazu, dass die Lösung der Blockaden im natürlichen Bewegungsfluss des Menschen geschieht.

Verschiebungen und Blockierungen der Wirbel können nicht nur in Zusammenhang mit Rückenschmerzen stehen. Über den Weg der Nervenbahnen, die das Rückenmark  an beiden Seiten der Wirbelsäule verlassen, können sie darüber hinaus auch Funktionsstörungen in anderen Körperbereichen verursachen oder unterstützen.

Ergänzt wird die Dorn-Therapie durch spezielle Selbsthilfeübungen, die leicht zu erlernen sind und jeder erfolgreich im Alltag ausführen kann.

Breuß-Massage (sanfte Rückenmassage)

Die Breuß-Massage ist eine sanfte Rückenmassage im Bereich der Wirbelsäule, die sowohl als Einzelbehandlung als auch in Kombination mit der Dorn-Therapie eingesetzt werden kann.

Tuina

Tuina oder Tuina-Anmo gehört zu den wichtigen Behandlungstechniken der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Tui steht für schieben, na für greifen / kneten, an für drücken und mo für streichen.

 

Diese Massagetechniken sind nur ein kleiner Teil vielfältiger Behandlungsmöglichkeiten, zu denen neben einer Vielzahl von Massagegriffen auch Akupressur und die Mobilisation von Gelenken und der Wirbelsäule gehören.

Im Unterschied zu westlichen Massageformen erfolgt die Tuina-Behandlung nach einem ganzheitlichen Konzept und entsprechend den Regeln der TCM.

Daher werden nicht nur die Muskeln und Sehnen aufgelockert und die Durchblutung gefördert, sondern auch die Blockaden im Meridiansystem können gelöst und der Fluss des Qi normalisiert und gestärkt werden.

Dies kann auch eine regulierende Wirkung auf das Funktionieren der inneren Organe und das Nervensystem haben. Darüber hinaus kann das Immunsystem unterstützt werden.

Tuina kann auch vorbeugend zur Gesunderhaltung, zum Abbau von Stress und zur Förderung des Wohlbefindens – zum Beispiel in Form einer Ganzkörpermassage – eingesetzt werden.